Distressed M&A mit Investorensuche und Transaktionsführung
Wir bereiten Ihr Unternehmen auf den Verkauf in der Krise vor, sprechen Investoren an, regeln Ihre persönlichen Bürgschaften im Kaufvertrag mit und führen den Prozess bis zur Unterschrift, auch aus der Insolvenz.


Wobei unterstützen wir Sie bei Distressed M&A?
- Information Memorandum und Datenraum für Investoren
- Ansprache strategischer Käufer und Finanzinvestoren
- Unternehmensbewertung in der Krisensituation
- Strukturierung als Share Deal oder Asset Deal
- Kaufpreisverhandlung bis zum unterschriebenen Vertrag
- Übertragende Sanierung aus der Insolvenz heraus
Ihre Ansprechpartner für Distressed M&A
Bei Distressed M&A sprechen Sie als Gesellschafter oder Geschäftsführer direkt mit den Partnern, die das Mandat führen und die Gespräche mit Investoren steuern.

Gerrit S. Furch, M.A., LL.M.
Geschäftsführender GesellschafterVerantwortet die Mandate der Restrukturierungs- und Insolvenzberatung und behandelt jede Anfrage persönlich und streng vertraulich.
Er studierte an der EBS European Business School, der Frankfurt School of Finance & Management, der American University of Paris (AUP) und der Goethe-Universität Frankfurt. Internationale Erfahrung sammelte er in den USA, in China und in Frankreich.

Dr. Volker Furch
Gesellschafter und BeiratBegleitet Unternehmer und Gesellschafter bei wirtschaftlichen Konflikten, in der Mediation und in schwierigen Verhandlungen.
Er studierte Betriebswirtschaftslehre in Mannheim und Heidelberg und promovierte in Finanzwesen und Volkswirtschaftslehre. Danach war er unter anderem Vorstand bei Wüstenrot und führte als Unternehmer ein Unternehmen mit über 100 Beschäftigten.
Wann ist ein Unternehmensverkauf in der Krise sinnvoll?
In diesen vier Ausgangslagen sichert ein strukturierter Investorenprozess den Geschäftsbetrieb und gibt Gesellschaftern einen geordneten Ausstieg.
Lage einschätzen lassenEigenkapitallücke
Das Sanierungskonzept steht, der Kapitalbedarf übersteigt aber die Mittel der Gesellschafter. Die Banken knüpfen jede weitere Finanzierung an frisches Eigenkapital. Ein Investor bringt dieses Kapital ein und öffnet Ihnen den Weg zur Fortführung.
Ausstieg mit Bürgschaft
Sie wollen sich als Gesellschafter aus dem Unternehmen zurückziehen, haben aber persönlich für die Kredite gebürgt. Ein Verkauf beendet diese Haftung nicht. Wir verhandeln Kaufpreis und Ablösung Ihrer Bürgschaften mit Käufer und Bank in einem Paket.
Carve-out
Ein Geschäftsbereich verbrennt Liquidität und belastet die gesamte Gruppe. Sie wollen ihn abgeben, bevor er die gesunden Teile mitzieht. Wir bereiten den Carve-out vor und suchen einen Käufer, der den Bereich mit Personal und Kunden übernimmt.
Übertragende Sanierung
Der Insolvenzantrag ist gestellt oder steht bevor, und der Rechtsträger lässt sich mit seinen Altlasten kaum retten. Der Geschäftsbetrieb geht per Asset Deal auf einen neuen Träger über, die Verbindlichkeiten bleiben in der Insolvenzmasse.
Wie führen wir Ihren Distressed-M&A-Prozess bis zum Abschluss?
Unsere Distressed-M&A-Beratung in fünf Phasen bis zum Vollzug, getaktet auf Ihre Liquidität und Ihre persönlichen Ziele.
Ausgangslage prüfen
Wir prüfen Liquiditätsreichweite und Insolvenzreife und legen mit Ihnen fest, ob der Verkauf außergerichtlich gelingen kann oder ein Insolvenzverfahren den rechtlichen Rahmen bildet.
Verkaufsunterlagen
Wir erstellen Information Memorandum und Datenraum samt Fortführungsplanung, damit Investoren Ihr Unternehmen rasch bewerten und belastbare Angebote abgeben können.
Investorenansprache
Wir sprechen strategische Käufer und Finanzinvestoren gezielt an, wahren die Vertraulichkeit und führen mehrere Interessenten parallel bis zum indikativen Angebot.
Verhandlung
Wir vergleichen die Angebote nach Kaufpreis und Vollzugssicherheit und stimmen den Verkauf mit Banken und Gläubigern ab. Die Verträge gestalten Fachanwälte aus unserem Netzwerk.
Vollzug
Wir begleiten Signing und Closing, die Übergabe des Geschäftsbetriebs an den Erwerber und die Kommunikation mit Belegschaft und Kunden in den ersten Wochen danach.
Ratgeber zum Thema Distressed M&A
Aktuelle Beiträge zu Distressed M&A, zur Investorensuche und zum Ausstieg von Gesellschaftern in der Krise.
Alle Beiträge
Distressed M&A: Unternehmensverkauf aus der KriseWie der Verkauf eines angeschlagenen Unternehmens gelingt: Asset Deal, übertragende Sanierung, Zeitdruck und die Regeln beim Distressed M&A.Weiterlesen
GmbH liquidieren oder verkaufen: Welcher Weg ist für Geschäftsführer der richtige?Liquidation oder Verkauf der GmbH? Rechtsgrundlagen, steuerliche Folgen und Haftungsrisiken für Geschäftsführer verständlich erklärt.Weiterlesen
Sanierung in der Insolvenz: Chancen des InsolvenzverfahrensWie das Insolvenzverfahren zur Sanierung wird: Eigenverwaltung, Schutzschirm, Insolvenzplan und übertragende Sanierung als Weg zur Fortführung.Weiterlesen
StaRUG-Verfahren: Welche Rechte haben Gesellschafter und Aktionäre beim Anteilsverlust?Kapitalherabsetzung auf Null, Bezugsrechtsausschluss, kein Cent Entschädigung: Wie das StaRUG Anteilsinhaber aus Unternehmen drängt und was sie dagegen tun können.Weiterlesen Häufige Fragen zum Thema Distressed M&A
Weitere Fragen zum Verkauf Ihres Unternehmens und zu Ihrer persönlichen Lage klären wir gern im kostenlosen Erstgespräch.
Beratungstermin buchenWas versteht man unter Distressed M&A?
Distressed M&A bezeichnet den Verkauf eines Unternehmens, eines Teilbetriebs oder einzelner Vermögenswerte in einer finanziellen Krise, vor oder während eines Insolvenzverfahrens. Er hilft Gesellschaftern und Gläubigern, weil ein Investor den Geschäftsbetrieb übernimmt und fortführt.
Was ist eine übertragende Sanierung?
Bei der übertragenden Sanierung kauft ein Investor den Geschäftsbetrieb mit Anlagen und Mitarbeitern per Asset Deal aus dem insolventen Rechtsträger heraus. Die Altverbindlichkeiten bleiben beim Rechtsträger, die Gläubiger werden aus dem Kaufpreis befriedigt.
Wer verkauft das Unternehmen in der Insolvenz?
Im Regelverfahren verkauft der Insolvenzverwalter, in der Eigenverwaltung die Geschäftsleitung unter Aufsicht des Sachwalters. Die Veräußerung des Unternehmens braucht nach § 160 InsO die Zustimmung des Gläubigerausschusses oder der Gläubigerversammlung.
Gehen die Arbeitsverhältnisse auf den Käufer über?
Ja, nach § 613a BGB gehen die Arbeitsverhältnisse auch beim Kauf aus der Insolvenz auf den Erwerber über. Für Ansprüche aus der Zeit vor Verfahrenseröffnung haftet der Erwerber nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts jedoch nur eingeschränkt.
Haftet der Käufer für Schulden des Verkäufers?
Beim Asset Deal aus dem Insolvenzverfahren übernimmt der Erwerber grundsätzlich keine Altverbindlichkeiten. Die Haftung für Betriebssteuern nach § 75 AO entfällt beim Erwerb aus der Insolvenzmasse, ebenso die Haftung bei Firmenfortführung nach § 25 HGB. Außerhalb der Insolvenz prüfen Fachanwälte aus unserem Netzwerk die Haftungsrisiken im Einzelfall.
Wie lange dauert ein Verkauf aus der Krise?
Die Dauer hängt vor allem von der Liquiditätsreichweite ab. Ein außergerichtlicher Prozess braucht meist mehrere Monate, im Insolvenzverfahren orientiert sich der Zeitplan häufig am Insolvenzgeldzeitraum von drei Monaten.
Können die bisherigen Gesellschafter das Unternehmen zurückkaufen?
Ja, ein Management-Buy-out oder der Rückerwerb durch Altgesellschafter ist möglich. Beim Verkauf an nahestehende Personen verlangt § 162 InsO die Zustimmung der Gläubigerversammlung, deshalb braucht es einen transparenten Bieterprozess mit marktgerechtem Preis.
Was passiert beim Verkauf mit meiner persönlichen Bürgschaft?
Die Bürgschaft besteht gegenüber der Bank fort, auch wenn das Unternehmen den Eigentümer wechselt oder der Betrieb per Asset Deal übergeht. Deshalb verhandeln wir Ihre Entlassung aus der Bürgschaft oder eine Ablösung aus dem Kaufpreis als festen Teil der Transaktion.
