Restrukturierung & Finanzen

Liquidität steuerbar machen

Wir übernehmen die operative Steuerung der Liquidität wenn die 13-Wochen-Vorschau zur Entscheidungsgrundlage gegenüber Banken Warenkreditversicherern und Gesellschaftern wird. Senior-besetzt grenzüberschreitend DACH und schweigend dort wo Vertraulichkeit zählt.

Liquiditätsmanagement
Leistungen

Was leisten wir im Liquiditätsmanagement?

Liquiditätsmanagement bei Dr. Furch & Partner bedeutet operative Verantwortung statt theoretischer Beratung. Wir übernehmen die Steuerung der Zahlungsströme in dem Moment in dem die Geschäftsführung die Zahlen nicht mehr nebenher in den Griff bekommt. Das umfasst die laufende Modellierung der 13-Wochen-Vorschau in wöchentlicher Kadenz die Priorisierung der Zahlungsläufe gegen Pflichten aus Paragraph 15a InsO und die direkte Verhandlung mit Banken Warenkreditversicherern Leasinggebern und Schlüssellieferanten. Wir arbeiten Senior-besetzt. Das heißt: ein Partner oder Senior Director ist im Mandat täglich ansprechbar und führt selbst die kritischen Gespräche. Im Hintergrund unterstützt ein Team aus Restrukturierungs- und Finanzierungsspezialistinnen mit Erfahrung aus Big-Four-Häusern Investmentbanken und Restrukturierungskanzleien. Wir mandatieren über die DACH-Grenzen hinweg und sind mit den Besonderheiten des deutschen StaRUG des österreichischen URG und der Schweizer Nachlassstundung nach Artikel 293 SchKG vertraut. Bei Mandaten mit französischer oder luxemburgischer Beteiligung integrieren wir Procédure de Sauvegarde Accélérée und Réorganisation Judiciaire in die Liquiditätssteuerung. Diskretion ist Mandatsstandard. Vertragsbeziehungen Banken-Lock-ups und Investorengespräche werden nicht extern kommuniziert. Pressearbeit erfolgt ausschließlich nach ausdrücklicher Mandatierung und in Abstimmung mit den Rechtsberatern.

Schwerpunkte

Schwerpunkte im Liquiditätsmanagement

Klicken Sie auf einen Bereich um zu sehen wie wir konkret unterstützen.

13-Wochen-Liquiditätsvorschau rollierend+

Wir bauen die wöchentlich rollierende Cash-Forecast-Modellierung aus den ERP-Daten der Mandantin auf. Drei Szenarien Best Realistic Worst Bridge-Reporting zwischen Wochen Headroom-Analyse zu Financial Covenants und Ampel-Logik für die nächsten sechs Wochen. Die Vorschau dient als Grundlage für Bankgespräche Aufsichtsrats- und Beiratskommunikation und für die laufende Selbstprüfung der Geschäftsführung auf drohende Zahlungsunfähigkeit nach Paragraph 18 InsO und materielle Insolvenzantragsgründe nach Paragraph 15a InsO.

Working-Capital-Hebung strukturell+

Wir identifizieren strukturelle Quellen für Liquiditätsfreisetzung. Days Sales Outstanding durch konsequentes Mahnwesen und Skontonutzung Days Payable Outstanding durch verhandelte Zahlungszielanpassung Vorratsreichweite durch SKU-Bereinigung Sale-and-Leaseback nicht betriebsnotwendiger Maschinen und Immobilien. Typische Hebel liegen zwischen 5 und 15 Prozent der Bilanzsumme. Maßnahmen werden mit Verantwortlichen und Stichtagen quantifiziert und in der Vorschau modelliert sodass die Geschäftsführung den Effekt jeder Einzelmaßnahme nachvollziehen kann.

Bankenkommunikation und Stillhalte+

Wir führen Verhandlungen mit Hausbanken Konsortialführer und Syndikatsbanken Förderbanken KfW aws SERV und Spezialfinanzierern. Vorbereitung der Bankunterlagen MaRisk-konform Verhandlung von Stillhalteabkommen Waiver-Anträgen bei gerissenen Covenants und Anpassungen der Tilgungsstruktur. Bei Konsortialfinanzierungen koordinieren wir Lock-up Agreements und Inter-Creditor Agreements mit den Rechtsberatern. Die Reihenfolge der Gespräche steuern wir so dass keine asymmetrische Information entsteht die später als Pflichtverletzung qualifiziert werden könnte.

Factoring Asset-Based-Lending Mezzanine+

Wir strukturieren alternative Finanzierungsformen jenseits klassischer Banklinien. Echtfactoring und Reverse-Factoring für Forderungs- und Verbindlichkeitsseite Asset-Based-Lending auf Vorräte und Maschinen Sale-and-Lease-Back-Strukturen Mezzanine-Tranchen mit institutionellen Investoren und Distressed-Debt-Programme. Wir prüfen die rechtliche und bilanzielle Behandlung nach HGB und IFRS und stimmen die Strukturen mit dem Wirtschaftsprüfer ab. Off-Balance-Sheet-Effekte werden im Vorhinein mit der Konzernkonsolidierung verprobt.

Interim CRO und Treasury-Mandat+

In Mandaten mit erhöhter Eingriffstiefe übernehmen unsere Senior Berater Chief-Restructuring-Officer-Funktionen oder eine interim Treasury-Verantwortung. Vertraglich sauber getrennt von der Geschäftsführung der Mandantin mit klar definierten Eskalationswegen zu Aufsichtsrat oder Beirat. Die Mandate werden D&O-fähig dokumentiert und in der Außenkommunikation zu Banken und Warenkreditversicherern konsistent geführt. Bei Übergabe an interne Nachfolger begleiten wir die Einarbeitung über mindestens vier Wochen.

Liquiditätsmanagement
Mandanten

Für wen ist Liquiditätsmanagement entscheidend?

Unsere Mandanten sind mittelständische Unternehmen und Konzerngesellschaften mit Jahresumsätzen zwischen 30 Millionen und 1.5 Milliarden Euro. Eigentümergeführte Häuser kommen genauso zu uns wie Portfolio-Gesellschaften von Private-Equity-Investoren und börsennotierte Töchter internationaler Gruppen. Gemeinsam ist ihnen dass die Liquiditätssteuerung über das hinausgewachsen ist was eine kaufmännische Leitung neben dem Tagesgeschäft seriös abdecken kann. Wir mandatieren typischerweise wenn drei der folgenden Faktoren zusammenkommen: ein Bankenkonsortium mit mindestens drei Häusern eine grenzüberschreitende Konzernstruktur über DACH hinaus eine bevorstehende Refinanzierung oder Anschlussfinanzierung in den nächsten neun Monaten und eine erkennbare Eintrübung der operativen Marge unter den Plan. Branchen-Schwerpunkte liegen in Automotive und Automotive Supply Maschinen- und Anlagenbau Pharma und Medical Devices Bau und Real Estate Chemie und Spezialchemie sowie Logistik und Transport. Wir arbeiten regelmäßig mit den Hausbanken Sparkassen Genossenschaftsbanken Geschäftsbanken Kantonalbanken sowie mit Förderbanken KfW aws SERV zusammen.

Häufige Anliegen

Mit welchen Liquiditätsanliegen kommen Mandanten?

01

Covenant-Bruch droht zum Quartalsstichtag

Senior Facilities Agreements deutscher und österreichischer Mandanten enthalten regelmäßig Financial Covenants auf Leverage Ratio Interest Cover und Equity Ratio. Verfehlt die Mandantin den Test zum Quartalsstichtag entsteht ein Event of Default mit Drawstop und Acceleration-Recht der Agentin. Parallel laufen Cross-Default-Klauseln in Schuldscheindarlehen und Anleiheprospekten. Wir bauen die Liquiditätsvorschau so dass die Covenant-Tests sechs Wochen vor Stichtag belastbar prognostiziert sind und der Reset-Antrag rechtzeitig dokumentiert eingereicht werden kann.

02

Warenkreditversicherer zieht Limite

Atradius Coface Allianz Trade reagieren in zyklischen Branchen wie Automotive Maschinenbau und Bau mit Limitstreichungen oft schneller als Banken. Innerhalb weniger Tage fällt das Deckungsvolumen für einen Großkunden von 8 auf 2 Millionen Euro. Folge: Lieferanten verlangen Vorkasse oder kürzen Valuten von 60 auf 14 Tage. Wir führen die Limitgespräche mit den Underwritern legen die saldierte Risikolage offen und verhandeln Brückenlösungen über Bürgschaften der Gesellschafter oder zusätzliche Sicherheitenpoolverträge.

03

Cash-Pool über DACH-Grenzen klemmt

Internationale Gruppen mit deutscher Muttergesellschaft österreichischen Vertriebstöchtern und einer Schweizer Holding stoßen bei der konzerninternen Liquiditätsverteilung auf Verwertungsverbote nach Paragraph 30 GmbHG verdeckte Gewinnausschüttungen nach öst. KStG sowie verrechnungspreisrechtliche Themen unter dem Schweizer DBA-Regime. Wir prüfen die Cash-Pool-Verträge auf Up-Stream-Loans Drittvergleichsverzinsung und Werthaltigkeitsanalysen und dokumentieren die Limits an denen Liquidität die Grenze überschreiten darf.

04

Factoring-Linie reicht für Rahmenabruf nicht

Ein Tier-1-Zulieferer mit Forderungsbestand von 45 Millionen Euro hat eine Echtfactoring-Linie von 20 Millionen. Der OEM erhöht das Abrufvolumen für die nächsten zwei Quartale um 30 Prozent. Die bestehende Linie ist ausgeschöpft. Wir strukturieren zusätzliche Tranchen über Asset-Based-Lending auf Vorräte und Maschinen verhandeln True-Sale-Programme mit zweitem Factor und prüfen ob Reverse-Factoring auf der Beschaffungsseite die Liquiditätslücke schließt.

05

Steuerverbindlichkeiten kumulieren still

In Krisenphasen wird die Umsatzsteuer-Voranmeldung zur stillen Liquiditätsbremse. Mandanten stunden faktisch indem sie verspätet zahlen. Damit entstehen Säumniszuschläge nach Paragraph 240 AO und im Wiederholungsfall persönliche Haftungsbescheide des Finanzamts gegen Geschäftsführer nach Paragraph 69 AO. In Österreich greift die analoge Regelung des Paragraph 9 BAO. Wir koordinieren Stundungsanträge Vollstreckungsaufschub und Anpassungen der Vorauszahlungen mit dem steuerlichen Berater und dokumentieren die Tilgungsplanung in der Liquiditätsvorschau.

So funktioniert es

So funktioniert unser Liquiditätsmanagement

Unser Vorgehen folgt einer einfachen Maxime: erst sehen dann steuern dann strukturieren. In den ersten Tagen rekonstruieren wir die tatsächliche Kassenlage aus Bankkonten Kreditkartenkonten Verrechnungskonten und konzerninternen Forderungen. Wir gleichen offene Posten mit ERP-Daten ab identifizieren Diskrepanzen zwischen FiBu und Treasury und erzwingen eine saubere Eröffnungsbilanz für die Vorschau. Daraus entsteht die rollierende 13-Wochen-Liquiditätsplanung mit wöchentlicher Aktualisierung und drei Szenarien Best Realistic Worst. Sie ist Grundlage aller weiteren Gespräche. Im zweiten Schritt steuern wir Zahlungsläufe aktiv. Das bedeutet Priorisierung nach gesetzlichen Pflichten Insolvenzantragsrelevanz Sozialversicherung Lohnsteuer dann betriebsnotwendigen Verbindlichkeiten gegenüber Schlüssellieferanten dann dem Rest. Wir verhandeln Stundungen mit Lieferanten Stillhalteabkommen mit Banken und Tilgungspausen mit Leasinggebern. Wir überprüfen Working-Capital-Treiber Days Sales Outstanding Days Payable Outstanding Vorratsreichweite und identifizieren strukturelle Quellen für 5 bis 15 Prozent Liquiditätsreserve. Im dritten Schritt strukturieren wir die Finanzierung neu wo nötig. Das umfasst die Verhandlung neuer Senior-Tranchen die Strukturierung von Mezzanine-Kapital die Einbindung von Distressed-Debt-Investoren oder die Vorbereitung einer StaRUG-Restrukturierung mit Liquiditätsbrücke. Alle Schritte werden gegen die rechtlichen Pflichten der Geschäftsführung nach Paragraph 15a InsO Paragraph 1 StaRUG und den entsprechenden Vorschriften in Österreich Paragraph 69 IO und der Schweiz Artikel 725 OR laufend abgeglichen.

Branchen

In welchen Branchen steuern wir Liquidität?

Automotive Tier-1 und Tier-2

Liquidität im OEM-Takt

Werkzeugkosten Rahmenabrufe und Pönalen treiben das Working Capital. Wir strukturieren Factoring und Reverse-Factoring im OEM-Lieferprogramm und verhandeln mit den Einkaufsabteilungen der Hersteller Zahlungszielanpassungen die wir mit Asset-Based-Lending unterlegen.

Maschinen- und Anlagenbau

Vorfinanzierung langer Projekte

Projektgeschäft mit Anzahlungen Zwischenzahlungen und Schlussrechnungen erfordert eine projektscharfe Liquiditätssicht. Wir verbinden Avalrahmen Anzahlungsbürgschaften und Exportfinanzierung über Euler Hermes SERV und OeKB zu einer konsistenten Linienstruktur.

Pharma und Medical Devices

Working Capital im regulierten Vertrieb

Lange Zulassungszyklen und Apotheken-Zahlungsziele führen zu hohen DSO. Wir prüfen Pharmagroßhandelsfinanzierung Securitisation von Apothekenforderungen und strukturieren konzerninterne Liquiditätsverteilung über DBA-konforme Cash-Pooling-Strukturen.

Bau und Real Estate

Bauträgerfinanzierung unter Stress

Bei stockenden Abverkäufen Zinsanstieg und MaBV-Pflichten geraten Bauträger schnell in den Modus der Anschlussfinanzierung. Wir steuern die Liquidität projektscharf bauen Mezzanine-Tranchen mit institutionellen Investoren und koordinieren die Bürgschaftsgläubiger nach Paragraph 7 MaBV.

Logistik und Transport

Treibstoff und Flotte vorfinanzieren

Hohe Treibstoffkosten lange Zahlungsziele der Verlader und Leasing-Verpflichtungen für die Flotte machen die Branche besonders zinssensibel. Wir strukturieren Sale-and-Leaseback der Flotte verhandeln Treibstoffvorfinanzierung und richten Echtzeit-Cash-Reporting für Multi-Country-Konzerne ein.

Chemie und Spezialchemie

Vorräte als Liquiditätsquelle

Hohe Lagerreichweiten in Spezialitäten binden Liquidität. Wir prüfen Borrowing-Base-Strukturen auf Vorräte verhandeln Off-Balance-Sheet-Inventar-Programme mit Spezialanbietern und integrieren Cash-Forecasting in S&OP-Prozesse für eine engere Working-Capital-Steuerung.

Handel und Konsumgüter

Saison als Liquiditätstreiber

Vorfinanzierung der Saisonware Zahlungsziele der Großverbraucher und Retoure-Themen prägen den Cash-Zyklus. Wir strukturieren saisonale Linien mit Atmungsanleihen führen Bestandsfinanzierung über Logistikdienstleister und koordinieren die Limitgespräche mit den Warenkreditversicherern.

Wofür wir stehen

Unsere Beratung in Zahlen

30+ Jahre
5 Jurisdiktionen
48 Stunden
13 Wochen
Vorgehen

Schritt für Schritt zur Liquiditätssicherung

01

Lagebild in fünf Arbeitstagen

Wir sichten Kontoauszüge der letzten zwölf Monate die letzten drei BWA die OP-Listen und die bestehenden Kreditverträge inklusive Sicherheitenverträge. Aus diesen Quellen entsteht ein konsolidiertes Lagebild das die tatsächliche freie Liquidität nach Avalbeständen Pfandhaftung und Sicherungsabtretungen ausweist. Parallel führen wir Interviews mit kaufmännischer Leitung Vertrieb Einkauf und Produktion um die Treiber der nächsten Wochen zu verstehen.

02

13-Wochen-Vorschau live schalten

Die rollierende Liquiditätsvorschau wird in Wochenkadenz aktualisiert und dienstags um 10 Uhr an einen definierten Verteiler übermittelt. Sie enthält drei Szenarien Headroom-Analyse zu Covenants und eine Ampel-Logik für die nächsten sechs Wochen. Abweichungen über 5 Prozent zum Vorwochenwert werden in einem Bridge-Report kommentiert. Aus der Vorschau leiten wir die Tagesordnung der wöchentlichen Liquiditätskonferenz mit der Geschäftsführung ab.

03

Stillhalte- und Anpassungsgespräche

Wir bereiten Bankunterlagen MaRisk-konform auf und führen die Stillhaltegespräche mit Konsortialführer und Syndikatsbanken. Parallel laufen Gespräche mit Warenkreditversicherern Leasinggebern und Schlüssellieferanten. Ziel ist ein dokumentiertes Stillhalteabkommen das mindestens den Zeitraum bis zur nächsten belastbaren Refinanzierungsentscheidung abdeckt. In komplexen Strukturen koordinieren wir mit den Rechtsberatern die Lock-up Agreements und Inter-Creditor Agreements.

04

Working-Capital-Hebung

Parallel zur Akutsteuerung identifizieren wir strukturelle Hebel. Verkürzung der Days Sales Outstanding durch konsequentes Mahnwesen und Skontonutzung Verlängerung der Days Payable Outstanding ohne Beschädigung der Lieferantenbeziehung Reduktion der Vorratsreichweite durch SKU-Bereinigung und Sale-and-Leaseback nicht betriebsnotwendiger Vermögensgegenstände. Die Maßnahmen werden mit Verantwortlichen und Stichtagen in einem Maßnahmenregister geführt und in der Vorschau quantifiziert.

05

Refinanzierung oder Übergabe

Nach zwölf bis sechzehn Wochen ist der Akutmodus typischerweise beendet. Entweder wurde die Refinanzierung erfolgreich abgeschlossen oder es wird ein StaRUG-Verfahren bzw. ein gerichtliches Restrukturierungsverfahren in Österreich oder eine Nachlassstundung in der Schweiz vorbereitet. In jedem Fall übergeben wir die Liquiditätssteuerung an eine interne Treasury-Funktion oder begleiten als Sparringspartner in geringerer Frequenz weiter. Die Vorschau-Logik und die Lieferantengespräche bleiben dokumentiert beim Mandanten.

Schwerpunkte

Vier Hebel im Liquiditätsmanagement

Schwerpunkt 01

Akutsteuerung

In den ersten zwölf Wochen übernehmen wir die operative Kontrolle. Tägliche Cash-Position wöchentliche 13-Wochen-Vorschau Priorisierung der Zahlungsläufe und direkte Gespräche mit Banken Warenkreditversicherern und Schlüssellieferanten. Wir sitzen physisch oder remote im Finanzbereich der Mandantin und arbeiten mit Buchhaltung und Treasury Hand in Hand. Die Geschäftsführung erhält eine belastbare Datengrundlage für ihre Pflichten nach Paragraph 15a InsO und Paragraph 1 StaRUG.

Akutsteuerung
Ablauf

Vom akuten Druck zur Stabilisierung

Wenn die 13-Wochen-Vorschau kippt
Ausgangslage

Wenn die 13-Wochen-Vorschau kippt

Liquiditätsdruck entsteht selten plötzlich. Erst verlängern sich DSO um wenige Tage. Dann zieht ein Warenkreditversicherer das Limit für einen Schlüsselkunden zurück. Parallel verschärft die Hausbank die Covenants im Konsortialkreditvertrag und verlangt monatliche Tilgungs- statt Quartalsraten. Innerhalb von acht Wochen steht ein Automotive-Zulieferer vor der Frage ob das Working Capital für den nächsten OEM-Rahmenabruf noch ausreicht. Wir kommen typischerweise in dieser Phase ins Mandat. Vor dem Sanierungsgutachten nach IDW S6 und vor der Anzeige drohender Zahlungsunfähigkeit nach Paragraph 18 InsO.

Unser Ansatz

Direkte Steuerung statt Reporting

Wir übernehmen die operative Steuerung der Liquidität. Das heißt: Wir sitzen physisch oder remote im Finanzbereich der Mandantin. Wir priorisieren Zahlungsläufe gemeinsam mit der Buchhaltung. Wir führen die Gespräche mit Factoring-Anbietern und Warenkreditversicherern. Wir koordinieren die Kommunikation mit dem Konsortialführer und den Syndikatsbanken. Die 13-Wochen-Vorschau wird wöchentlich rollierend aktualisiert und an einen definierten Adressatenkreis verteilt. Bei grenzüberschreitenden Strukturen synchronisieren wir Cash-Pooling-Mechanismen über die EUInsVO 2015/848 hinweg mit Blick auf das Center of Main Interest.

Direkte Steuerung statt Reporting
Handlungsfähigkeit zurückgewonnen
Ergebnis

Handlungsfähigkeit zurückgewonnen

Nach acht bis zwölf Wochen ist die Liquiditätssituation transparent. Die Bandbreite zwischen Best- und Worst-Case-Szenario der Vorschau hat sich auf unter zehn Prozent verengt. Es liegen verbindliche Stillhaltezusagen der Finanzierer vor oder ein Waiver für gerissene Covenants. Factoring- und Reverse-Factoring-Linien sind dokumentiert und live. Die Geschäftsführung kann ihre Pflichten nach Paragraph 1 StaRUG bzw. Paragraph 15a InsO mit belastbarer Datengrundlage erfüllen. Aus der Akutsteuerung wird ein Treasury-Regelbetrieb der die nächsten Krisenzyklen früher erkennt.

Häufige Fragen

Antworten auf häufige Fragen

Ab welcher Unternehmensgröße ist eine externe Liquiditätssteuerung sinnvoll?
Wir mandatieren überwiegend für Unternehmen ab 30 Millionen Euro Jahresumsatz. Unterhalb dieser Schwelle ist die organisatorische Komplexität meist gering genug dass Geschäftsführung und Steuerberatung die Liquidität gemeinsam steuern können. Oberhalb beginnen Themen wie mehrstufige Bankenkonsortien Warenkreditversicherung Konzernverrechnung und Cash-Pooling. Spätestens ab 100 Millionen Euro mit grenzüberschreitender Struktur ist eine eigene Treasury-Funktion oder die externe Steuerung durch uns aus Governance-Sicht praktisch unverzichtbar.
Wie unterscheidet sich Liquiditätssteuerung vom Sanierungsgutachten nach IDW S6?
Das Sanierungsgutachten ist ein Stichtagsdokument das die Sanierungsfähigkeit zu einem definierten Tag bescheinigt und für Banken Investoren und im Zweifel das Insolvenzgericht erstellt wird. Liquiditätssteuerung ist der laufende operative Prozess der dafür sorgt dass die Annahmen des Gutachtens auch eintreten. Beide Mandate hängen eng zusammen aber wir trennen sie methodisch. Im Gutachten geht es um Plausibilität gegenüber Dritten in der Steuerung um wöchentliche Anpassung an die Realität.
Übernehmen Sie Zeichnungsbefugnisse für Zahlungen?
Grundsätzlich nicht. Die Anweisungsbefugnis bleibt bei den organschaftlichen Vertretern der Mandantin. Wir bereiten Zahlungsläufe vor priorisieren nach Liquiditätslage und vertraglichen Pflichten und legen sie der Geschäftsführung zur Freigabe vor. In Einzelfällen insbesondere bei einer interim CRO-Funktion können wir nach gesonderter Vereinbarung Prokura oder Generalvollmacht erhalten. Das ist aber die Ausnahme und wird mit Aufsichtsrat bzw. Beirat dokumentiert.
Wie arbeiten Sie mit unseren Hausbanken zusammen?
Wir führen Bankgespräche entweder gemeinsam mit der Geschäftsführung oder im Mandat. Wir bereiten Bankunterlagen so auf dass sie den Anforderungen der MaRisk und der EBA-Leitlinien zu Forbearance entsprechen. Bei Konsortialfinanzierungen ist die Agentin unser primärer Ansprechpartner. Bei bilateralen Linien koordinieren wir die Reihenfolge der Gespräche so dass keine asymmetrische Information entsteht die später als Pflichtverletzung gegenüber einer Bank rückwirkend qualifiziert werden könnte.
Welche Tools nutzen Sie für die Liquiditätsvorschau?
Wir sind tool-agnostisch. In den meisten Mandaten arbeiten wir auf Basis bestehender ERP-Systeme SAP Microsoft Dynamics DATEV oder BMD mit eigenen strukturierten Modellen die wir auf die Mandantin zuschneiden. Bei größeren Häusern integrieren wir uns in vorhandene Treasury-Systeme wie Trinity ION oder Bellin. Wir investieren bewusst keine Mandantenmittel in den Aufbau einer Software-Lösung wenn die Krise akut ist. Tooling kommt nach Stabilisierung im Treasury-Regelbetrieb.
Wie schnell können Sie ein Mandat aufnehmen?
Innerhalb von 48 Stunden nach Mandatserteilung steht ein Senior Berater vor Ort oder remote im Einsatz. Die erste belastbare 13-Wochen-Vorschau liegt nach fünf bis sieben Arbeitstagen vor. Stabilisierungsmandate strukturieren wir in Vier-Wochen-Sprints mit definierten Meilensteinen. Längerfristige Treasury-Aufbauten begleiten wir über sechs bis zwölf Monate. Eine Mandatsannahme ohne vorheriges Gespräch mit der Geschäftsführung und Einsicht in die letzten drei Monatsabschlüsse erfolgt nicht.
Sind Ihre Honorare erfolgsabhängig?
Im Liquiditätsmandat arbeiten wir auf Basis von Tagessätzen mit klar definiertem Volumen pro Phase. Erfolgsabhängige Komponenten lehnen wir in der akuten Krisensteuerung aus Governance-Gründen ab. Sie verzerren die Anreize zwischen Geschäftsführung Beratung und Finanzierern. Bei Finanzierungsmandaten Vermittlung von Distressed-Debt-Investoren oder Strukturierung von Mezzanine-Tranchen vereinbaren wir Pauschalen mit Success Fee. Die Trennung der Honorarmodelle ist Bestandteil unserer Unabhängigkeitsdokumentation.
Wie erstelle ich eine 13-Wochen-Liquiditätsplanung?
Die 13-Wochen-Liquiditätsplanung beginnt mit der Erfassung des aktuellen Kassenbestands sowie aller bestätigten Bankguthaben zum Stichtag. Anschließend werden wöchentlich die erwarteten Einzahlungen aus Forderungen, Anzahlungen und sonstigen Erlösquellen den Auszahlungen für Lieferanten, Personal, Steuern und Finanzierungskosten gegenübergestellt. Der Detaillierungsgrad sollte einzelne Großpositionen gesondert ausweisen, da pauschale Sammelzeilen die Aussagekraft verwässern. Im Anwendungsbereich des § 1 StaRUG ist die rollierende Fortschreibung Pflichtbestandteil der Krisenfrüherkennung, in Österreich folgt dies aus dem URG, in der Schweiz aus den Sorgfaltspflichten nach Art. 725 OR. Praktisch empfehlen wir den Aufbau in Excel oder einer dedizierten Treasury-Software mit klaren Verantwortlichkeiten pro Zeile. Eine kostenfreie und unverbindliche Erstberatung zur Strukturierung steht zur Verfügung.
Was unterscheidet operatives von strategischem Liquiditätsmanagement?
Das operative Liquiditätsmanagement steuert den kurzfristigen Zahlungsverkehr im Horizont von wenigen Tagen bis hin zu drei Monaten und sichert die jederzeitige Zahlungsfähigkeit im Sinne des § 17 InsO ab. Es umfasst Disposition, Working Capital Steuerung, Mahnwesen und Kontokorrentbewirtschaftung. Das strategische Liquiditätsmanagement hingegen blickt über zwölf Monate hinaus und verbindet die Finanzplanung mit der Unternehmensstrategie, etwa bei Investitionsentscheidungen, Akquisitionen oder Refinanzierungsstrukturen. In Österreich nach URG und in der Schweiz nach Art. 725 OR ergeben sich vergleichbare Prüfpflichten. Beide Ebenen müssen miteinander verzahnt sein, da operative Engpässe regelmäßig strategische Fehlentscheidungen offenlegen. Wir empfehlen eine monatliche Brücke zwischen beiden Sichten. Die Erstberatung erfolgt kostenfrei und unverbindlich.
Welche Kennzahlen sind im Cashflow-Forecast unverzichtbar?
Im Cashflow-Forecast sind der operative Cashflow, der Free Cashflow nach Investitionen sowie die Cash Conversion Rate die zentralen Steuerungsgrößen. Hinzu treten die Days Sales Outstanding, Days Payable Outstanding und Days Inventory Outstanding, welche zusammen den Cash Conversion Cycle ergeben und Aufschluss über die Effizienz des Working Capital geben. Für die Krisenfrüherkennung nach § 1 StaRUG sowie nach § 91 Abs. 2 AktG sind zusätzlich die Liquiditätsreserve und die Headroom-Quote zu freien Kreditlinien auszuweisen. In Österreich nach URG und in der Schweiz nach SchKG gelten analoge Sorgfaltsmaßstäbe. Praktisch empfehlen wir die Verknüpfung mit Covenant-Schwellen der finanzierenden Banken. Erstberatung kostenfrei und unverbindlich.

„Liquidität ist die einzige Kennzahl die nicht verhandelbar ist. Wer sie verliert verliert die Reihenfolge der Entscheidungen.“

Dr. Volker Furch, Gründer und Aufsichtsrat

Für wen relevant

Mandanten mit diesem Beratungsbedarf

Kontakt aufnehmen

Sprechen wir vertraulich darüber

Schildern Sie uns kurz Ihre Situation. Wir melden uns innerhalb eines Werktags.

Dr. Furch & Partner Wirtschaftsberatung ist ein betriebswirtschaftliches Beratungsunternehmen und keine Rechtsanwaltskanzlei. Rechtsdienstleistungen im Sinne des § 2 RDG, insbesondere Rechtsberatung, Vertragsgestaltung, die Vertretung gegenüber Gerichten und Behörden sowie die Strafverteidigung, erbringen ausschließlich die von uns eingebundenen, unabhängigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte. Das anwaltliche Mandat kommt unmittelbar zwischen Ihnen und der Anwältin oder dem Anwalt zustande.